Home  /  BEYOND   /  Petros: „wie wir unser Osterfest an jedem Tag feiern“

Ostern

Ganz im christlichen Sinn der Nächstenliebe, die über das verhaftet sein im Körper und dieser Welt hinausgehen soll, bringt Jesus Christus das größte Opfer und stirbt am Kreuz – nimmt so symbolisch das Leid der ganzen Welt auf sich und durchbricht die schwere des menschlichen Seins durch die folgende Auferstehung.
In anderen Worten „opfert“ er sein leibliches Leben für ein höheres Sein in „Gottes Reich“.

Dieses Bild der offenbar gewordenen Transzendenz hat das Christentum und die ganze Welt über die Jahrhunderte und über den ganzen Globus geprägt – das Leid des Lebens annehmen im Wissen um ein höheres Prinzip. Wohl eines der menschlich gesehen, edelsten Motive.

Der Gläubige bot als praktizierender Christ den Verzicht auf sein leibliches Wohl eine Zeit des Fastens als symbolisches Opfer.

6 Wochen vor dem Ostersonntag wurde das Schlachten von Tieren und deren Verzehr – in den meisten Ländern der Erde traditionell eher eine Ausnahme, als alltägliche Regel. Später nach dem Konzil von Nicea wurde das Dekret des Fastens dahingehend geändert, dass das damalige Konzil Bewohnern von Küstenregionen den Verzehr von Fisch auch zur Fastenzeit erlaubte. Dies wurde dann auch von Bewohnern anderer Regionen adaptiert, so dass heute in der Regel Fisch auch als Fastenspeise gilt.

Doch zurück zu den Anfängen – sich für eine Zeit des Bewusst-Werdens, das eigene Handeln, die Gewohnheiten und Bräuche (und eben auch die Bequemlichkeit darin) zu „opfern“ um durch die Erfahrung die Anhaftung an diese Lebensweise und somit an das Weltliche zu erkennen und zu durchbrechen, ist eine der wichtigsten spirituellen Übungen. Im Yoga „Tapas“ genannt. Denn dieses Handeln „gegen den Strich“ erzeugt Hitze – Reibung des eigenen Gemütes sich gegen die Gewohnheit zu entscheiden, und ermöglicht letztlich mit dem brennenden Schwert unseres Geistes die Abhängigkeiten zu durchschneiden.

Die Folge dieses Übens ist im Yoga Selbsterkenntnis und Gottes-Erkenntnis – zuletzt nicht mehr unterschieden. Also die tatsächliche „Auferstehung“ in diesem Leben- im Sanskrit ein „JIVANMUKTA“ – ein Befreiter.

Ich würde jedoch gar nicht so weit gehen, und auch unser Handeln nicht nur auf eine Epoche reduzieren – wenn wir andere Wesen als göttlich erkennen, sowie unser Übermaß an Bequemlichkeit und Konsum, dann können wir, wenn wir der Logik folgen unser Osterfest an jedem Tag feiern.

 

 

 

 

Denn der Verzicht, andere Wesen zu töten wäre wohl der einfachste Weg „Gottes Reich“ auf Erden zu leben, und das nicht in einer Theorie und Theologie, die letztlich den Menschen über alles stellt – und damit noch unendlich viele Wesen ans Kreuz nagelt, ohne das Bewusstsein für unser Handeln und deren Konsequenzen.

PETROS' LESETIPP:

Gebet an den Planeten / Thomas D.

 

Hier ist mein Gebet an diesen Planet, der Versuch zu beschreiben was mir nahe geht.
Solang sich diese Welt noch dreht werdet ihr meine Stimme hören,
und immer wieder Menschen treffen die aufs Leben schwören.

 

Wir alle beten für diesen Planeten, um jedem neuen Tag in Hoffnung zu begegnen,
und unser Licht durchbricht die Nacht in unsrem Glauben daran,
dies ist die dunkelste Stunde vor dem Sonnenaufgang

 

Es tut mir leid, Tier,
denn sie mögen dich so sehr, sie wollen alles von dir und am liebsten noch mehr.

Deine Haut ist ihre Kleidung, dein Fleisch ist ihr Essen, dein Geist ist vergessen.
Bei dem Versuch das Recht auf Leben in Gesetze zu verpacken haben sie bei dir, Tier, einige Sätze weggelassen.

Deine Schreie zu erhören wurde leider verpasst, weil du für Menschen keine verständliche Stimme hast,
erhebe ich meine Stimme für dich,
es scheint noch immer vonnöten,
Ihr erinnert euch (nicht):
Du sollst nicht töten, denn du kriegst was du gibst, bist was du isst,
weist was das heißt, alles kommt zurück – alles kommt zurück.

 

Es tut mir leid, Natur,
denn deine Erben erheben sich gegen dich und erledigen dich.
Du warst vollkommen in Vielfalt mit allem im Einklang bis der Mensch mit Gewalt in dich eindrang.

All deine Schätze die am Anfang allen gut vertraut
sie wichen Plätzen die auf Tränen und Blut gebaut.
Ich seh die Wunden blinder Wut auf deiner Haut entstehn,
obwohl doch die, die dich verletzen,
damit gegen sich gehen.

Und dennoch liegt etwas heiliges in deiner Luft, an besonderen Plätzen ein besonderer Duft,
der mir sagt, dass jeder Weg so wichtig ist wie jeder Fluss und jeder Baum, jeder Berg dort steht wo er muss.

Sie handeln wider ihren Sinnen als wären sie blind,
wenn ihre Ziele nicht im Einklang mit den deinen sind.

 

Und selbst um dich, Mensch, tut es mir leid,
denn du quälst dich selbst die meiste Zeit.
Im Krieg mit deinem Ego stehst du neben dir, ewig die Frage verdrängend weswegen leben wir.

Du findest keinen Frieden hier wirst zum seelenlosen Wanderer
und dein Lebenskampf geht auf die Kosten anderer.

Verfolg in Liebe all die Ziele die du gut nennst, doch gehe nie gegen dein eigenes Blut, Mensch.

Denn du irrst wenn du denkst hier steht jeder für sich, was gegen uns geht, geht gegen dich.

An jedem Start ist ne Ziellinie und wir sind alle gleich weit. Und aus einer Familie.
Um die Tests dieser Zeit zu bestehn und um weiter zu gehen
muss hier jeder sein Ego in Demut zurücknehmen

 

Hier ist mein Gebet an diesen Planet,
der Versuch zu beschreiben was mir nahe geht.
Solang sich diese Welt noch dreht
Werdet ihr meine Stimme hören, und immer wieder Menschen treffen die aufs Leben schwören.

 

Wir alle beten für diesen Planeten, um jedem neuen Tag in Hoffnung zu begegnen.
Und unser Licht durchbricht die Nacht in dem Glauben daran,
dies ist die dunkelste Stunde vor dem Sonnenaufgang.

 

  • Thomas D.
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