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Bye, bye altes Jahr and welcome 2018!

 

Winterblues

 

Jedes Jahr auf’s Neue. Normalerweise verfalle ich dem Winterblues gegen Anfang November.  Ich kann eigentlich eine Uhr danach stellen. Meistens sind das dann ziemlich schwere,- und merkwürdigerweise auch immer sehr traurige Tage für mich. Warum ich das so erlebe und fühle kann ich mir nicht erklären. Allerdings weiß ich, dass ich diesen temporären Gefühlszustand bereits als Teenager hatte. Durch den Thailand Urlaub hat sich meine kleine Winterdepression jedoch um ein paar Tage nach hinten schieben lassen und insgeheim hatte ich sogar gehofft, vielleicht komplett verschont zu bleiben.

 

Mitte Dezember kam dann aber doch das unvermeidbare Gefühl in mir auf: Eine Art von Schwere, von Müdigkeit, von Traurigkeit und auch Melancholie. An diesen Tagen merke ich wortwörtlich wie mein ganzer Körper nur noch mit halber Kraft arbeitet und mich mein tägliches Arbeitspensum viel mehr Kraft als üblich kostet. Meine morgendliche Sportroutine fällt bei diesem nebligen Grau draußen viel schwerer, gleichzeitig trübt das Wetter meine Sicht. Meine Sicht auf Dinge, die sonst gar nicht so schwer und schwierig wirken. Wie getrieben und instinktiv will ich nach dem Büro und sonstigen Terminen nach Hause. Zuhause angekommen ist es dann schon wieder stockdunkel und ich habe häufig das Gefühl, mehr schlaf zu wandeln als wirklich anwesend zu sein und bewusst Dinge daheim zu erledigen.

 

Meist lasse ich mich treiben, durch meine Wohnung und durch meine Gedanken und Gefühle.

 

Ob es das ganze Jahr ist, welches ich mit all seinen Höhen,- und Tiefen so stark spüre? Oder ist es die Dunkelheit und die Kälte die mich irgendwie asozial und ruhiger werden lässt?

 

 

Rückblick

 

Wenn ich versuche, das Jahr 2017 Revue passieren zu lassen, merke ich, wie ich bei einigen Momenten entweder Schwierigkeiten habe mir die jeweiligen Momente und Erlebnisse nochmals vor Augen zu führen und nach zu fühlen oder aber mich eine Art Lähmung überkommt, welche nicht zulassen möchte, dass sich mein Kopf weiter hineindenkt. Vielleicht ein Schutzmechanismus? Vielleicht eine noch unbekannte Form von Alzheimer die auftritt wenn der Kopf doch eh schon so schwer und voll ist?

 

Das Jahr 2017 hat mich definitiv verändert und ruhiger und nachdenklicher werden lassen. In diesem Jahr habe ich so viele Dinge zum ersten Mal gemacht. Bin über fast jeden Schatten gesprungen, der sich mir in den Weg gestellt hat und habe doch auch wieder ein paar Fehler gemacht, welche ich mir bereits zigmal versprochen hatte, nie wieder zu tun. Ich habe mich erneut einigen Menschen gegenüber sehr verletzlich gemacht und wurde enttäuscht. Gleichzeitig habe ich durch dieses sich Öffnen, wundervolle und einzigartige Bekanntschaften machen können.

 

Neue Menschen und andere Erfahrungen und Umstände sorgten einerseits für einen persönlichen Wachstum und eine Horizonterweiterung aber auch dafür, dass ich mit eigenen Ängsten, bisherigen Vorstellungen und Ansichten direkter konfrontiert worden bin und mich mit eben diesen teilweise sehr kritisch auseinandersetzen musste.

 

Genau weil ich beim Reflektieren dieser ganzen Gefühle so nah, wie sonst nur selten bei mir bin, möchte ich die Gelegenheit für ein paar wichtige Fragestellungen an mich selbst nutzen. Ich möchte nicht wegrennen vor diesen Fragen und meinen stillen Antworten darauf. Sonst fällt es mir immer sehr leicht mich in Arbeit zu stürzen oder mir neue Projekte zu suchen, welche mich ablenken und beschäftigen. Veranstaltungen und Partys, bei welchen ich meine Maske tragen kann. Die Maske die vorgibt, dass alles super und alles gut und total easy ist. Mit ihr kann ich Menschen unterhalten, einen Auftritt voll Lebensfreude und Glückseligkeit hinlegen – nur um im Anschluss ausgebrannt wie eine Kerze nach Hause zu trotten.

 

 

Nein, das kommt nicht in Frage. Mein bisschen Jahresendenergie soll mir und meinen Gedanken gehören:

 

 

  • Wer bin ich heute und wer möchte ich sein, für mich, für andere?
  • Welche Stärken und Schwächen habe ich? Woran kann und möchte ich, in welchem Ausmaß arbeiten?
  • Wie glücklich bin ich in meinem Beruf und welchen Mehrwert kann ich für andere damit schaffen? Wie viel Selbstverwirklichung liegt darin?
  • Wer sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben und habe ich Ihnen dieses Jahr ausreichend Platz und Zeit geschenkt?
  • Was habe ich 2017 besonders prägend erlebt? Für was bin ich im letzten Jahr besonders dankbar? 

 

 

Ehrlich – mich erleichtert das schriftliche Festhalten dieser Fragen ungemein. Gerade weil ich gegengleichen kann mit den vorherigen oder folgenden Jahren. Meine seltene und unbekannte Form von Alzheimer hat auf diese Weise ebenfalls keine Chance mehr und Verdrängung kann auch fernbleiben.

 

 

Neue Vorsätze

 

 

Neue Vorsätze geben mir eine ungeheure Motivation und einen groben Fahrplan für das kommende Jahr. Als überzeugte „everything happens for a reason“-Verfechterin, widerstrebt es mir zwar tief innerlich diese Vorhaben in Stein zu meisseln – dennoch beruhigt es mich irgendwie und vermittelt mir Sicherheit.

 

 

Exhale the past. Inhale the future.

 

 

Meine persönlichen Vorsätze für das kommende Jahr

 

Ich würde mich total freuen, wenn ihr eure Vorsätze mit mir teilt und mich wissen lasst was euch bewegt. Was war Euer Highlight in 2017 ?

 

  • Gesundheit & Fitness

In diesem Jahr bin ich das erste Mal auffallend häufig an meine Kraftgrenzen gekommen. Häufiger als jemals zuvor hatte ich das Gefühl ausgelaugt und ausgebrannt zu sein. Bei vielen meiner Freunde und Bekannten habe ich ähnliches gehört und erlebt. Mit Sicherheit liegt das zum einen daran, dass die Doppelbelastung aus meiner Vollzeitbeschäftigung und dem Mitwirken und Aufbauen von yogatravel & beyond so gut wie keine Verschnaufpause zulässt. Auch mein Drang nach Perfektionismus mit meinem zusätzlichen Mutter Theresa Syndrom wird einen Großteil zu meinem Wohlbefinden beigetragen haben. Genauso habe ich körperlich gemerkt, wie sich das permanente “am Handy” und “am Laptop sein”, zu allgemeinen Anspannungen entwickelte und sehr häufig mit bösen Migräneanfällen entladen hat. Das Gegenmittel und mein Gegenpol zu all dem Stress und den innerlichen Anspannungen war Sport und vor allem Yoga. Während dem Sport oder dem Yoga geht es mir besser und es sind diese paar Minuten am Tag während derer ich einfach mal nicht nachdenke und meinem Kopf ein paar Minuten Ruhe gönnen kann. 2018 werde ich schneller und gründlicher auf meinen Körper und seine Signale hören. Mir mehr Ruhepausen gönnen, mein Fitnesslevel weiter ausbauen und vor allem mehr schlafen. Die Ernährung spielt dabei auch ein große und wichtige Rolle für mich – dazu gehört für mich auch, wieder häufiger selbst zu kochen und somit eigenverantwortlich und bewusst mit Nahrungsmitteln umzugehen.

 

  • Familie und Freunde

Wann immer ich Zeit mit meiner Familie verbringe, merke ich ganz deutlich woher ich komme und was mich seit Kindheitstagen geprägt hat. Manchmal, wenn ich meine Familie beobachte, fallen mir Kleinigkeiten auf. Dinge, welche uns verbinden und Charakterzüge, welche uns deutlich unterscheiden. Zeit mit meiner Familie erdet mich, sie gibt mir Kraft und ich fühle mich bedingungslos geliebt und akzeptiert, ganz ohne dass ich eine Leistung dafür erbringen müsste. Für meine Familie bin ich dankbar aus tiefstem Herzen. Ohne ihre Unterstützung auf den verschiedensten Etappen in meinem Leben, wäre ich heute nicht dort wo ich bin. Mir ist bewusst, dass die Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden limitiert und zeitlich begrenzt ist. Genau deshalb möchte ich 2018 mehr Zeit für die Menschen, welche immer hinter mir stehen und denjenigen, welche mich inspirieren und hochheben verbringen und mir auch bewusst Zeit für sie nehmen. Gewonnene Zeit möchte ich mit den richtigen Leuten, denjenigen mit denen ich inspirierende Gespräche habe, diejenigen die mich durch alle Höhen und Tiefen getragen haben, verbringen. Möchte selbst Muse und Inspiration sein, als Hilfe fungieren und etwas zurückgeben an sie. Intensive, intime und dadurch wertvolle Momente mit mir selbst oder anderen schaffen anstatt massenmäßig 1000 Leute auf einer Veranstaltung zu sehen und am Schluss mit keinem eine echte Unterhaltung gehabt zu haben.

 

  • Bewusster Konsum & soziales Engagement

Jedes Jahr aufs Neue nehme ich mir vor bewusster zu konsumieren. Es fällt mir wirklich schwer, nicht jedem modischen Trend hinterher zu jagen und ich schaffe es nur sehr unregelmäßig Impulsiv Käufe zu vermeiden. Dennoch: die Priorität, woher bspw. meine Kleidung und mein Essen kommt, nimmt Jahr von Jahr zu. Zuviel unkontrollierter Besitz macht mich wahnsinnig und belastet mich. Dazu kommt, dass mich materielle Dinge immer seltener langfristig glücklich machen. Sie sorgen meist nur für ein sehr kurzes „Glücks-high“ und spätestens nach dem ersten Mal tragen ist der Zauber vorbei. Nachhaltigkeit und bewusster Konsum sollen nicht nur mir helfen, sondern auch meinen Beitrag an die Gesellschaft aufwerten. Ich möchte mit meinem Leben und meinem Lebensstil das Gefühl haben, einen für die Gesellschaft wertvollen Beitrag zu leisten. Mag dieser Beitrag auch noch so klein sein. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist, richtig? Nehmen die Glücksgefühle bei materiellen Dingen ab, so steigen sie ins unermessliche beim Thema „soziales Engagement“. Egal ob es die Bayernkaserne und das Verteilen von Kleidungsstücken an die Flüchtlinge war oder das Ausliefern von Geschenken an Kinder von sozialen Einrichtungen – nichts berührt mich so sehr, als das Gefühl zu haben anderen Menschen wirklich helfen zu können. Es gibt so viele tolle und leider noch sehr unbekannte Soziale Einrichtungen. Falls Euch das Thema interessiert und ihr vielleicht im nächsten Jahr auch einmal bei etwas mitwirken wollt, lasse ich Euch hier gerne einmal einen Link , über welchen ich damals fündig wurde.

 

  • Lesen & Lernen

Schon als kleines Mädchen habe ich Bücher verschlungen. Mich regelrecht in die andere Welt geflüchtet. Niemals werde ich vergessen, wie ich das erste Harry Potter Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen habe und innerhalb eines Tages durchgelesen hat. Neue Perspektiven auf unsere Gesellschaft und die Welt zu gewinnen, durch das Lesen von Büchern und Fachzeitschriften, das möchte ich im neuen Jahr ebenfalls wieder häufiger schaffen. 2018 möchte ich wieder mehr erfahren, mein Allgemeinwissen erweitern, mehr wieder außerhalb der Social Media Apps mitbekommen. Durch Lesen lerne ich auch wieder, mein Handy wegzulegen, mich ganz auf etwas einzulassen und zu konzentrieren und vor allem tut es mir gut weg von einem Screen, offline, Inhalte zu konsumieren und inspirierende Worte, zum Nachdenken anregende Zeilen und Formulierungen für mich zu entdecken.

 

 

Ganz gleich, ob ihr mit Vorsätzen oder ohne, mit einer ähnlichen Reflektion des vergangenen Jahres oder gedankenlos ins neue Jahr starten möchtet: ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch in ein glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes 2018. 

 

Auf alle neuen Projekte mit yogatravel and beyond dürft ihr Euch bereits heute freuen und ich kann es kaum erwarten, ein Teil eurer Reisemomente 2018 sein zu dürfen.

 

Lot’s of Love.

 

Laura

1 Kommentar

  • Nina5 Monaten ago

    Liebe Laura,

    vielen Dank für deine tollen Wünsche und Worte. Deinen Beitrag habe ich sehr gerne gelesen. Du hast wirklich ein Talent zum Schreiben – man merkt dir das Gefühl in den Worten an :).

    Mach weiter so!

    Liebe Grüße aus Hamburg
    Nina

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